Eines Tages, ich war 10 Monate, gab mich meine Familie zu fremden Leuten, die verfrachteten mich ins Auto, ich hatte vielleicht Angst.
Sie fuhren mit mir ganz ganz lange. Plötzlich hielten wir an und da standen sie, ein bildschönes lackschwarzes Doggenmädchen und noch zwei Zweibeiner, Junge war ich aufgeregt. Aber dann musste ich wieder ins Auto und wir fuhren weiter.
Dann hielten wir wieder an und ich kam in einen Garten und dieses bildschöne Mädchen war auch da und wir spielten und spielten und da war auch ein Haus, da durfte diese Mädchen auch rein. Ich traute mich nicht, bis die Menschenfrau mir gut zuredete.
Sie sagte: komm rein, na ja bin dann ganz langsam rein und schaute mich um. Oh dieses Mädchen - übrigens sie hieß Angie - die hatte ein weiches Bettchen und da stand noch eins ob das für mich war? Die vier Zweibeiner unterhielten sich und redeten über mich.
Ich hatte es zu dieser Zeit nicht schön. Aber was mit mir alles passiert ist, das wussten die alles gar nicht. Dann fuhren die Zweibeiner wieder ab und ich durfte bei den Menschen und Angie bleiben. Ich kann euch sagen, das war richtig schön, mit Angie zu spielen.
Dann riefen die Menschen die Angie, sie soll doch rein kommen, und sie riefen auch mich, mann hatte ich Angst, dass ich wieder irgendetwas falsch gemacht habe und ich bestraft werde. Also lief ich geduckt und ging langsam ins Haus und da stand die Menschenfrau, und sie nahm mich in den Arm und sagte: was haben sie dir angetan. Was keine Schläge? Die hat mich gestreichelt und dann gab es Essen und Wasser und soviel und ich hab noch Nachschlag bekommen, weil ich war sehr dünn. Frauchen sagte, ich sah aus wie ein Skelett mit Fell. Dann durfte ich mich mit auf das weiche Bettchen legen, aber so richtig vertraut habe ich der ganzen Sache noch nicht.
Jedes Mal, wenn einer an mir vorbei ging, hob ich mein Pfötchen, um mein Gesicht zu schützen, aber da kam nichts, nur Streicheleinheiten. Ich wusste nicht, dass Menschen lieb sein können. Aber die Angie erzählte mir, dass es hier total super ist und ich keine Angst mehr haben muss. So, nachdem wir geschlafen hatten, nahmen die Menschen die Leinen. Oh Gott, dachte ich, jetzt bekomm ich wieder eine und ich duckte mich und hab auch ins Haus gepinkelt, oh man jetzt bekomm ich wieder Schläge, es kam aber keine Schläge. Sie sagte: nicht schlimm, und streichelten mich alle beide und die Angie leckte meine Schnauze. Bei diesen Menschen war die Leine auch nicht zum schlagen da, wir sind spazieren gegangen. Die Angie zeigte mir da draußen ihre Lieblingsplätze und wir rannten über das Feld. Man war das schön, aber dann war ich auch sehr sehr kaputt.
Also gingen wir wieder Heim. Die Angie blieb noch im Garten, also blieb ich bei ihr und ab und an neckte sie mich und wir spielten noch ein bisschen. Zu Abend hin gab es noch mal Fressen.
Ach, dachte ich, hoffentlich darf ich hier bleiben und ich durfte.
Die erste Nacht: wir alle gingen in ein anderes Zimmer und da stand ein großes Bett und zwei etwas kleinere, die Angie ging in eins von den beiden kleineren und die Menschen gingen in das große. Ich wusste nicht, was ich machen sollte und blieb wie angewurzelt stehen. Da rief der Menschenmann: komm Krümel, das ist nun dein Bettchen, und zeigte auf das Bettchen, das neben Angie stand. Ich konnte es nicht glauben, es war weich, eine Kuscheldecke gab es auch und alle hatten mich lieb.
Alle schliefen und ich musste mal, aber was soll ich machen?
Ich ging in den Flur und da passierte es auch schon. Ich ging schnell zu den Leuten und leckte Frauchen übers Gesicht und sie sagte: musst wohl mal, na dann los, aber da sah sie dann meinen Haufen im Flur. Nein, dachte ich jetzt werde ich wieder geschlagen, ich duckte mich ab und hab unter mich gemacht, aber sie nahm einen Lappen und machte es weg. Sie kam zu mir und sagte: das nächste Mal kannst mich ja vorher wach machen und nicht erst, wenn es zu spät ist, und streichelte mir über meinen kopf und dann sagte sie: ab ins Bettchen, und küsste mir auf die Nase. Ich schlief friedlich ein und wachte erst früh wieder auf. So ruhig und friedlich habe ich in den letzten Monaten noch nie geschlafen. Aber ich war immer noch sehr aufgeregt und wollte mit Angie spielen, die wollte aber noch schlafen, also lief ich Frauchen hinterher. Die streichelte mich und dann gab es ein Brötchen, mh bin ich glücklich.
An diesem Tag kamen viele Leute zu uns Frauchen sagte das ist Oma und Opa, ihre Schwester und ihr Bruder und die Susi, das ist vielleicht ein kleiner Hund, die konnte mich nicht leiden und knurrte mich immer an, na ja dachte ich: dann eben nicht. So lernte ich Frauchens und Herrchen Familie kennen und die waren alle lieb zu mir.
Mir gefiel es hier super und Angie hat nicht zu viel versprochen. Jeden Tag hatten wir Spaß und ich lernte jeden Tag Neues kennen. Die Menschen haben mir gezeigt das ich vor michts mehr Angst zu haben brauche denn sie haben mit der Zeit fast alles mitbekommen vor was ich Angst hatte,langsam hab ich kapiert, dass diese Menschen mir nichts tun. Ich vertraute den beiden Menschen und Angie jeden Tag mehr.
Es war eine schöne Zeit.
Doch eines Tages konnte Angie mit dem hinteren Beinchen nicht mehr auftreten und Frauchen fuhr mit uns zu TA, ich musste im Auto bleiben und Angie ging mit Frauchen rein. Dann kamen sie beide wieder raus und mein Frauchen weinte bitterlich. Was sollte ich tun? Wir fuhren wieder Heim und Frauchen hörte nicht auf zu weinen. Als wir dann heim kamen, war alles irgendwie anders. Angie konnte nicht mehr spielen und ich musste sie in Ruhe lassen. Das war doof.
Frauchen und Herrchen unterhielten sich und ich bekam irgendwie mit, dass Angie Knochenkrebs hat. Ich wusste zwar nicht, was das ist, aber es musste schlimm sein, denn jedes Mal, wenn Frauchen die Angie streichelte, hatte sie Tränen in den Augen und sie sagte immer wieder: es wird alles gut. Also war ich dann auch sehr lieb zu Angie, ich liess sie in Ruhe und versuchte, ihr ein starker Freund zu sein, denn sie hat mir sehr viel beigebracht. Dann fuhren wir eines Tages sehr früh sehr weit von zuhause weg. Als wir anhielten, stieg Frauchen mit Angie aus und Herrchen wartete mit mir im Auto. Irgendwann kam Frauchen allein wieder raus und wir fuhren wieder heim. Wo war denn Angie? Was ist los? Ich begriff gar nicht. Aber Frauchen erklärte mir, dass die Angie bald wieder kommt! Ok, also warteten wir und Frauchen hat viel mit so einem komischen Ding geredet, das sie an ihrem Ohr hielt.
Dann sagte sie: Angie hat alles gut überstanden und wir können sie holen. Aber ich durfte diesmal nicht mit und die Oma kam, um auf mich aufzupassen. Ich legte mich in Angies Bettchen und wartete. Dann fuhr das Auto in den Garten und meine Angie stieg aus, aber was ist das? Angie hatte nur noch drei Beine, wer hat ihr denn das vierte weggenommen?
Ich ging langsam an sie ran und leckte ihre Schnauze. Sie ist wieder da und ich rannte im Garten rum und freute mich, aber mit Angie konnte ich immer noch nicht spielen.
Es vergingen einige Tage und Angie lief wieder im Haus und im Garten umher, aber es ging ihr immer noch nicht so gut. Herrchen und ich gingen zu dieser Zeit immer allein spazieren, doch dann eines Tage kam Angie mit, es hat geschneit und Angie rannte schon ein bisschen, aber noch immer nicht so gut wie früher und auch noch nicht so weit wie früher. Wir waren alle glücklich und wir dachten alle, unsere Angie hat es geschafft. Doch wir dachten alle falsch. Eines Morgens waren ihre vorderen Beinchen total geschwollen und es fiel ihr schwer aufzustehen, doch Angie kämpfte. Frauchen fuhr wieder zum TA und kam mit Angie wieder weinend raus. Nun hat sich der Krebs auch noch in die vorderen Beinchen gefressen. Frauchen, Herrchen sie waren total traurig. Ich versuchte, sie zu trösten und leckte ihre Tränen aus dem Gesicht. Dann, an einem Morgen, kam die Oma, der Opa und die anderen und streichelten die Angie und weinten alle.
Dann kam am Abend die TA und ich dachte, jetzt bekomme ich wieder eine Spritze und weg war ich. Aber sie kam nicht zu mir, sie gingen ins Wohnzimmer zur Angie und sie machte was an ihrem Beinchen aber da musste ich sie erst mal anknurren: weg von meiner Angie! Aber Frauchen beruhigte mich und sagte, sie nimmt Angies Schmerzen, gut, dachte ich, na dann darf sie zu ihr.
Sie gab Angie eine Spritze und Frauchen nahm Angie in ihre Arme und weinte und sie flüsterte Angie ins Ohr: Wir alle werden dich vermissen und dass wir sie alle lieben und dass sie nun zu ihrem Odin geht. Odin war Angies Freund, der hat vor mir hier mit ihr gewohnt. Dann gab die TA ihr noch eine Spritze und nun weinte auch das Herrchen und Angies Herz hörte auf zu schlagen. Nun wusste ich, was los ist. Ich legte mich zu ihr und jaulte.
Wir verabschiedeten uns alle von unserer Prinzessin. Es war schrecklich für mich. Sie hat mir doch gezeigt das es liebe Menschen gibt und alles andere. Ich wollte nun auch nicht mehr, hab nichts mehr gefressen und spazieren gehen wollte ich auch nicht mehr. Ich wollt nur noch schlafen. Das gefiel den beiden Menschen gar nicht und sie redeten ruhig mit mir. Krümel, so geht das nicht weiter mit dir, wir brauchen dich doch. Aber mir ging es schlecht, meine Angie war nicht mehr da. Frauchen fing an, mich zu füttern und ich wollte aber nichts und ging weg. Frauchen weinte und sagte: tu mir das nicht an, Ok dachte ich ein bisschen fresse ich. Dann eines Tages fuhren wir wieder mit dem Auto und Frauchen und Herren stiegen aus und gingen in ein Haus. Mir ging furchtbare Dinge im Kopf herum, ich war unsicher und dachte, ich muss wieder woanders hin, Frauchen und Herrchen wollen mich nicht mehr. Aber so war es natürlich nicht. Herrchen kam wieder allein aus dem Haus und holte mich aus dem Auto. Da kam dann Frauchen mit einem kleinen gelben Doggenmädchen Namens Ondra zu mir und ich hatte sie sofort lieb.
Frauchen fragte, ob sie mit uns nach Hause kommen soll und ich sprang wie ein kleines Reh hoch. Also das war nun meine kleine Freundin. Zu Hause angekommen spielten wir ein bisschen, aber die war noch so klein, mit der konnte ich noch nicht wirklich was anfangen. Am Abend gab es Futter und ich habe alles aufgegessen. Es verging wieder eine Zeit und ich hab der kleinen Ondra alles gezeigt, so wie die Angie mir alles gezeigt hat. Doch es war nicht auf lange Dauer. Frauchen liess uns wie jeden Morgen in den Garten, um uns zu lösen. Dann fiel Ondra hin und ich rannte zu Frauchen, schnappte sie am Arm und zog sie mit raus, sie schimpfte ein bisschen und sagte: Krümel lass das, was soll das denn und ich glaube, es tat ihr ein bisschen weh.
Als sie Ondra da liegen sah, rief sie nach Herrchen und weinte bitterlich, Ondra ist einfach tot umgefallen, ich war am Boden zerstört und zog mich in mein Bettchen zurück.
Am nächsten Tag brachten sie die Ondra zum TA der sollte sie obduzieren, denn keiner wusste, was mit ihr los war, Ondra war erst 9 Monate. Dann das Ergebniss: ein zu großes Herz.
Ich wusste nicht mehr was ich machen sollte bevor ich in diese Familie kam, war scheinbar alles in Ordnung, ich bin der Grund, warum die soviel Pech haben. Ich fing an, mir die Rute aufzubeißen, aber Frauchen und Herrchen durften das nicht sehen. Doch Frauchen sah es und schimpfte ein bisschen mit mir, ich soll das doch lassen, wir haben dich doch lieb, aber ich war wieder am Boden zerstört. Wenn wir rausgingen, war ich aggressiv auf alles und jeden. Die zwei nimmt mir keiner mehr weg. Frauchen ging mit mir gar nicht mehr raus, weil ich so aggressiv geworden bin.
Was mir am meisten leid tut, ist, dass ich Frauchen beim spazieren gehen gebissen habe, es kam ein Mann an uns vorbei und ich wollte auf ihn drauf, Frauchen riss meine Schnauze weg und ich biss zu, hab mich aber sofort entschuldigt, doch Frauchen war schlecht und sie ignorierte mich total. Es verging einige Zeit, und wir stiegen wieder ins Auto und Frauchen und Herrchen brachten ein kleines lackschwarzes Doggenmädchen mit, das war doch nicht meine Angie! Ich konnte sie nicht leiden und knurrte sie nur an, wenn sie in meine Nähe kam. Frauchen und Herrchen sagten dann immer: hör auf, die bleibt jetzt hier, aber ich konnte mich damit zunächst erst mal nicht anfreunden. Was ist, wenn ich die jetzt lieb gewinne, geht sie dann auch wieder von mir?
So ein kleiner Nervtod, die hat mich nicht in Ruhe gelassen ,hat mir an den Ohren gezogen oder am Schwanz gezogen. Aber irgendwie war sie dann doch interessant. Ich konnte mit ihr spielen, na ja dachte ich, die ist doch nicht so schlecht, wie ich am Anfang dachte. Nun ist die kleine Thyra 15 Monate und wir sind richtig dicke Freunde.
Krümel
![]() ![]() |
Hier war ich schon ein halbes Jahr bei meinen neuen Besitzern und ich hab schon gut am Gewicht zugelegt.
Auf den anderen Seiten seht ihr was ich für ein stattlicher Bursche geworden bin.